Musik hören – Die Elektronik

Mal was anderes als der Ernst des Lebens:

Hier hatte ich meine Lautsprecher vorgestellt und hier einen Baubericht der Hauptlautsprecher. Hier folgt nun die Vorstellung der Elektronik die ich zum Musik hören und zum Schauen von Filmen benutze. Das ganze ist zumindest verhältnismäßig preiswert, aber überaus zweckmäßig . . . Smilie: :-)

Diverse Gerätschaften zur Musikwiedergabe

Herzstück und Schaltzentrale ist ein Yamaha RX-V650, eigentlich ein AVR, der aber hier zumindest für die Main- und Subwooferkanäle lediglich als Vorverstärker fungiert, was dank Vorverstärkerausgängen für alle Kanäle problemlos funktioniert. Die Surround-Lautsprecher (JBL Control 1G) werden allerdings von den eingebauten Endstufen bedient, die somit das ganze Netzteil für sich haben. Einen Center benutze ich nicht, statt dessen den „Phantom“-Modus des AVR, weil ich sonst konsequenterweise einen zu den Main-Lautsprechern baugleichen Center-Lautsprecher hätte stellen müssen, wofür ich definitiv keinenPlatz habe. (drittes Gerät von unten)

Vom Subwooferausgang geht es über einen Y- und einen Cinch/XLR-Adapter in die Kanäle 1 und 3 der Alto D4, die wiederum die Subwoofer antreiben. Dieses Gerät ist eine 4-Kanal-Endstufe aus dem PA-Bereich, die an jedem Kanal ca. 750 Watt an 4 Ohm bereitstellt. Sie so kompakt zu halten ist nur möglich, weil es eine PWM-Endstufe ist (auch Class-D- oder fälschlicherweise Digital-Endstufe genannt). Durch eine Modifikation der Lüftersteuerung ist das Gerät selbst normalerweise nicht hörbar. (zweites Gerät von unten)

Von den beiden Main-Vorverstärkerausgängen des Yamahas geht es zunächst in ein Samson S-Convert. Es erhöht den Pegel des Signals auf Studionorm und symetriert das Signal. (kleines blaues Kästchen links neben dem Plattenspieler oben auf dem Rack)

Von da aus geht es symetrisch weiter in den Lautsprechercontroller Alto MaxiDrive 3.4 compact, der für die Trennung zwischen Tiefmitteltöner (Eminence Deltalite II 2510) und Hochtöner (BMS4550 an Limmer 022) sorgt. Auch eine Zeitkorrektur des Versatzes der Schallquellen von Hoch- und Tieftöner und ein wenig Equalizing nimmt er vor. (Fünftes Gerät von unten)

Eingestellt wurde der Controller mittels der Software Arta und einem frequenzgangkalibrierten IMG ECM-40-Messmikrophon an einem Cakewalk UA25EX-USB-Interface.

Die Signale für die Tiefmitteltöner gehen an die Kanäle 2 und 4 des oben beschriebenen Alto D4. Die für die Hochtöner gehen in die Alesis RA500, eine klassische Class-AB-Endstufe aus dem Studiobereich (lüfterlos), die gut 200 Watt an 4 Ohm abgibt, was bei dem extremen Wirkungsgrad der Hochtöner bei weitem ausreichen sollte. (Viertes Gerät von unten)

Meine Zuspieler sind folgende Geräte:

Braun PSQ 500 mit Audio Technica AT95E, daher nicht mehr quadrophoniefähig, was für mich mangels passender Elektronik und Platten auch nicht viel Sinn machen würde. Für den Preis klingt das System in meinen Ohren nicht übel (Gerät ganz oben auf dem Rack)

NAD PP21, ein Phonovorverstärker, weil der Yamaha keinen Phono-Eingang besitzt. Funktioniert in bestem Sinne unauffällig (kleines Kästchen im Fach darunter, direkt unter dem Plattenspieler)

Darunter, also auf dem Controller, steht ein Bluray-Player, ein Sony BDP-S580, der tut, was er soll, und das ganze mit einer recht angenehmen Benutzeroberfläche.

Das unterste Gerät ist ein Sony TC-K750ES, ein heute noch wie am ersten Tag laufendes, vor allem bezüglich der Laufwerksmechanik recht solide konstruiertes Kassettendeck, dass ich allerdings nur noch sehr selten nutze.

Weitere nicht sichtbare Zuspieler sind ein Desktop-PC mit der o.g. Cakewalk UA25EX-USB-Soundkarte, eine Western Digital WD TV-Live (gibt USB-Festplatteninhalte und diverse Netzwerk und Internetinhalte ohne PC wieder) und ein Philips 46PFL7655 LCD-Fernseher.

Alle Geräte sind in Ton und Bild digital verbunden, außer natürlich der Plattenspieler und das Tape-Deck.

Kategorie(n): Allgemein

kreuz.net

Jeder, der sich mit Religion befasst, wird auch irgendwann auf die Seite kreuz.net (Link führt auf den entsprechenden Wikipedia-Artikel) stoßen. Das ist eine Seite, die unter dem selbst übergestülpten Deckmantel der katholischen Kirche (offizielle Stellen der katholischen Kirche distanzieren sich von dieser Seite) Artikel veröffentlicht, die mindestens zutiefst homophob und antisemitisch sind. Zuletzt große Aufmerksamkeit erhielt die Seite durch unsägliche Artikel, die auf ihr zum Anlass des Todes von Dirk Bach veröffentlicht worden sind.

Liest man den ein oder anderen Artikel auf dieser Seite, möchte man als mit mindestens einem letzen Rest an Verstand begabter Leser zunächst hoffen, dass sie Satire darstellen, stellt aber sehr schnell und mit einigem Erschrecken fest, dass sie wohl ernst gemeint sind. Ich persönlich kann mir überhaupt keinen anderen Grund vorstellen, solche menschenverachtenden Machwerke zu veröffentlichen, als den, dass sich diese Seite eines Haufens hirnbefreiter Idioten als Autoren bedient. Sollte es einen anderen Grund geben, so wird er kaum vorteilhafter erscheinen . . .

Diese Seite ist ebenso wie das unterirdische Machwerk „Innocence of Muslims„, zu dem ich mich hier geäußert habe, ein gut geeigneter Gegenstand, um ihn im Rahmen der Diskussion über die Grenzen der Meinungsfreiheit zu verwenden.

Meine Sicht darauf folgt demnächst und an dieser Stelle.

Einen schönen Abend bzw. einen guten Morgen noch . . . Smilie: :-)

 

 

Kategorie(n): Allgemein

Ein Film und seine Folgen

Es ist von einem Kopten amerikanischer und ägyptischer Staatsangehörigkeit ein Film produziert worden, der aus Sicht des Islam den Propheten Mohammed diffamiert. Ich habe zahlreiche Meldungen dazu und zu den Folgen in den Nachrichten gesehen, Beiträge im Radio befassten sich damit, und auch einige Artikel und Kommentare habe ich dazu gelesen. Ohne jetzt groß auf all das zu verlinken will ich nach all den Eindrücken mal meine Meinung zu diesem unsäglichen Geschehen äußern.

Nichts rechtfertigt die meines Erachtens völlig idiotische vorsätzliche Provokation durch dieses im übrigen unglaublich schlecht produzierten Machwerk. Nichts rechtfertigt aber auch die ebenfalls meines Erachtens nach noch viel idiotischere Reaktion eines fanatischen Mobs darauf, der nichts besseres zu tun hat, als angestachelt von wohlkalkulierenden islamistischen Kräften im Hintergrund das Klischee vom im Grunde gewalttätigen Islam auch noch zu füttern, indem Gewalt ausgeübt wird, die Todesopfer fordert.

Es ist das eine, wenn Menschen den Film verurteilen und ihre Meinung darüber verbal kund tun, weil sie sich durch ihn in ihren religiösen Gefühlen verletzt fühlen. So etwas ist schon früher passiert. Die Entrüstungen im Zusammenhang mit Martin Scorseses Film „Die letzte Versuchung Christi“ sind mir noch lebhaft in Erinnerung, obwohl das mittlerweile schon 24 Jahre her ist. Mir sind solche Einwände völlig fremd, aber das ist noch fraglos durch das Recht auf freie Meinungsäußerung abgedeckt.

Etwas völlig anderes ist es aber, wenn wegen so etwas Gewalt verübt wird, wie es übrigens auch vor 24 Jahren passiert ist, wenngleich meines Wissens nach nicht auf diese teilweise derart brutale Art und Weise.

Dass es bei diesen sich auf, wie ich finde, gnadenloser Dummheit und religiöser Verbortheit gründenden Gewaltexzessen durchweg Menschen traf, die mit der Entstehung dieses Zeugnisses cineastischen Unvermögens überhaupt nichts zu tun haben, ist noch mal ein besonderes Ausrufezeichen hinter dieser völligen Abwesenheit von Vernunft, ebenso wie die Eigentümlichkeit, dass wohl die wenigsten Individuen dieses randalierenden, geifernden Mobs den Film überhaupt gesehen haben.

Ehe jetzt hier aber ein falscher Eindruck entsteht, möchte ich zwischendurch auch darauf hinweisen, dass vor der oben genannten Abwesenheit essentieller menschlicher Eigenschaften auch andere Interessengruppen nicht gefeit sind. Als kleines Zeugnis dessen mag der sehr erhellende Vortrag Volker Pispers gelten, den ich schon mal verlinkt habe:

YouTube Preview Image

Bevor ich jetzt aber noch Material verlinke, dass zeigt, dass es um die fundamentalistische Christenszene mitunter um keinen Deut besser bestellt ist, wenngleich hier subtiler vorgegangen wird, komme ich besser wieder zum Thema . . .

Was soll nun weiter mit diesem Film geschehen? Hierzulande wird darüber diskutiert, ob der Film gezeigt werden darf, oder nicht. Ich sag’s mal so: Um den Film an sich wäre es nicht schade, wenn er weiter keine Beachtung fände. Insofern könnte er von der Bildfläche verschwinden. Er ist einfach gar zu schlecht. Aber das ist nur meine persönliche Meinung. Er ist daher vielleicht auch ein schlechtes Beispiel dafür, wie ich zur Frage stehe, wie mit Religionskritik im allgemeinen und Islamkritik im speziellen verfahren werden soll.

Grundsätzlich darf es in einem Land, dass sich der freien Meinungsäußerung verpflichtet hat, kein Verbot solchen Materials geben. Dieses Recht auf freie Meinungsäußerung muss auch gegen solch heftige Angriffe, wie wir sie zur Zeit erleben oder auch noch erleben werden, verteidigt werden.

Denn was würde es für ein Zeichen setzen, wenn man angesichts der Gefahren, die ein Beharren auf ein Grundrecht mit sich bringen kann, einknicken würde? Gäbe es solche Grundrechte überhaupt, wenn sich in der Vergangenheit nicht Menschen vehement gegen solche Angriffe gestellt hätten?

Ja, in diesem Zusammenhang muss ich auch den Umlauf des Filmes, um den es hier geht, akzeptieren, der das Interesse an ihm den negativen Folgen, die er nach sich gezogen hat, verdankt, weil er ansonsten überhaupt keine Qualitäten vorzuweisen hat. In diesem Zusammenhang muss ich auch ertragen, dass Menschen auf die Straße gehen, denen braunes Gedankengut den Verstand aus dem Schädel gedrückt zu haben scheint, sowie alles mögliche, was ich gleichfalls nicht leiden kann.

Und trotzdem: Einknicken geht gar nicht. Denn wir haben diesem Recht auch eine Menge zu verdanken.

In diesem Sinne:
’nen schönen Abend noch.

Kategorie(n): Gesellschaft, Glauben und Religion, Politik

…’ne kleine Schwäche von mir…

Ich habe auch ein Faible für Computerspiele. Genau genommen habe ich es für jene Spiele, vor denen Eltern immer gewarnt werden. Noch genauer genommen habe ich es für Ego-Shooter. Die Liste der von mir gespielten Shooter ist lang. Aber das von mir über die Jahre am öftesten gespielte Spiel ist Counter-Strike bzw. der Nachfolger Counter-Strike: Source.

Gerade hat Valve einen neuen Nachfolger herausgebracht, der gerade, zuvor über die Plattform Steam erworben, von mir herunter geladen wird.

Ich bin gespannt. Smilie: :-)

Ach ja, ich sollte das vielleicht noch erwähnen: Ein Amoklauf steht bei mir nicht an, noch wird er es je tun. Smilie: ;-)

Kategorie(n): EDV

Nachtrag zu „Erstaunliche Erkenntnisse“

Im Artikel „Erstaunliche Erkenntnisse“ habe ich auf die arte-Sendng „Eine Frage der Gene“ hingewiesen. Diesen Film kann man sich nun in voller Länge auch auf Youtube ansehen:

YouTube Preview Image

Ich kann den Film nur empfehlen. Smilie: :-)

Kategorie(n): Allgemein, Naturwissenschaft

Freier Wille

Mit der Idee der Dualität zwischen Körper und Geist, die ich wie gesagt ablehne, ist die Idee vom freien Willen direkt verbunden. Denn existiert der Geist unabhängig vom Körper, dann ist er den Einflüssen, die auf den Körper wirken, zwar nicht direkt enthoben, im Grunde aber doch unabhängig von ihnen, und so zu einer freien Entscheidung fähig.

Ich halte das für unmöglich. Nicht dass ich das Vorhandensein eines Willen bestreiten würde, aber die bewusste Veränderbarkeit des Willens bezweifele ich, oder, um es mit den Worten Schopenhauers auszudrücken: „Man kann nicht wollen, was man will“.

Das hat nichts mit der Freiheit zu tun, den Willen in einer Handlung resultieren zu lassen oder es eben nicht zu tun. Die Handlungsfreiheit bleibt davon unberührt.

Warum ist das Gefühl, einen freien Willen zu haben trotzdem so allgegenwärtig? Das liegt daran, dass die Einflüsse, die auf zu einem Willen führen, so komplex sind. Wenn eine Entscheidung ansteht, ist schon eine Weile Leben abgelaufen. Im Laufe dieses Lebens war man den unterschiedlichsten Einflüssen ausgesetzt, startend bei der Geburt, in dem mehr oder weniger alle Neuronen eines erwachsenen Gehirns schon vorhanden waren, nicht aber die unfassbar komplexen Verbindungen zwischen ihnen.

Man nimmt im Laufe des Aufwachsens so viele Eindrücke mit. Wahrscheinlich bleiben nur 10 Prozent bewusst davon haften. Die Schwerstarbeit verrichten dabei die Hirnareale, die für das Unterbewusstsein zuständig sind. Daraus formt sich insgesamt eine Persönlichkeit, die in einer Situation eben mal die eine, mal die andere Entscheidung trifft. Die Entscheidung ist aber durch diese hochkomplexe, zum größten Teil unbewusst entstandene Persönlichkeit verursacht. Der Wille, sich so oder so zu entscheiden liegt in der Person mit all seinen Erfahrungen begründet und steht daher, bevor sich die Person dessen überhaupt selbst bewusst wird, schon fest.

Das ist jedenfalls meine Überzeugung. Smilie: :-)

Kategorie(n): Allgemein

Körper und Geist?

Es ist eine sehr verbreitete Vorstellung, dass Körper und Geist zwei voneinander getrennte Einheiten, eine Dualität bilden. Diese Vorstellung ist auch dringend notwendig, wenn man an so etwas wie ein Leben nach dem Tod glauben möchte. Jeder weiß schließlich oder kann wissen, was nach dem Tod mit dem eigenen Körper passieren wird. Und da man das eigene Sein so intensiv und komplex empfindet – es stellt immerhin das gesamte Bewusstsein dar, die Vorstellung vom eigenen Ich – kann man sich in so einem Fall wohl nur schwer vorstellen, dass es den selben Weg geht, wie der Körper.

Wie mag es sein, wenn man tot ist? Die Frage ist: Ist das eigene Bewusstsein dann einfach wie ausgeknipst oder lebt es gleichsam als das, was im Christentum „Seele“ genannt wird, irgendwie weiter? Vielleicht sucht es sich einen neuen Körper, in dem es wieder geboren wird (Reinkarnation)? Das Erleben des eigenen Ichs hat jedenfalls etwas so beständiges und überragendes, dass es nur schwer vorstellbar erscheint, dass es irgendwann einfach nicht mehr da ist.

Religionen mögen zunächst dazu gedient haben, noch nicht wissenschaftlich geklärte Sachverhalte zu begründen, wie Blitz und Donner oder die Tatsache, dass sich der Mensch im Angesicht eines Mammuts gedacht haben mag: „Wie nützlich, es liefert Nahrung, es liefert Kleidung, es muss für mich gemacht worden sein.“. Erhalten hat sich aber bis heute vor allem das Motiv, es möge nach dem eigenen Ableben von einem doch bitteschön mehr bleiben, als der sich dem Staub immer mehr gleichende Körper.

Doch ist es tatsächlich so? Was spricht denn eigentlich dafür, außer dem eigenen Wunsch, dass es so sein möge, und das Vorhandensein vieler Schriften, die das unbewiesen behaupten, die wiederum im besten Falle aus diesem Wunsch heraus verfasst wurden, im schlimmsten Fall aber, um sich diesen Wunsch aus niederen Beweggründen heraus zu Nutze zu machen? Dieser Wunsch in uns mag sich so fest manifestiert haben, dass wir ihn nicht mehr als Wunsch erkennen, sondern als eine individuell empfundene Wahrheit. Aber ist es tatsächlich so?

Ich denke nicht. Körper und Geist bilden für mich eine Einheit. Der Geist resultiert aus Körperfunktionen, insbesondere denen des Gehirns. Das Bewusstsein kann ohne den Körper nicht weiter existieren. Viele Ergebnisse der Hirnforschung scheinen das zu bestätigen. Wie sonst ist es zum Beispiel zu erklären, dass sich die Persönlichkeit eines Menschen durch eine Hirnschädigung komplett verändern kann, sei die Ursache ein Schlaganfall oder eine Verletzung von außen? Wenn ich jetzt ein Buch schreiben wollte, dann würde ich das mit Sicherheit noch weiter ausführen, inklusive Literaturverweise.

Kategorie(n): Allgemein

Gut und Böse?

Gut und Böse, gibt es das überhaupt? So etwas wie „Das Gute“ und „Das Böse“?

Ich glaube, diese Begriffe und die oft anzutreffenden Arten ihrer Verwendung beruhen auf einer  maßlosen Selbstüberhöhung von Menschen, die diese Begriffe verwenden, um etwa ihr Weltbild zu erläutern. Es ist meistens ein sehr einfaches wie unnützes Weltbild . . .

Kategorie(n): Allgemein

Erstaunliche Erkenntnisse

Gerade sehe ich mir die Sendung „Eine Frage der Gene“ auf arte an. Die zwei erstaunlichsten Erkenntnisse, die ich dabei hatte:

  1. Wir stammen alle aus Afrika. Die Urpopulation unserer Spezies (damals und auch später noch gab es auch andere Menschenarten, die aber inzwischen ausgestorben sind, wie etwa der Neandertaler) war wohl nur wenig über 10000 zeugungsfähige Individuen groß (entspricht einer recht kleinen Kleinstadt), das haben Genanalysen ergeben, und lebte aller Wahrscheinlichkeit nach in Afrika, wo sie sich vor 200000 Jahre weiter bis in die letzte Ecke des Erdballs verbreitete.
  2. Stünde eine Weltweite Katastrophe an, wie etwa ein Meteoriteneinschlag oder der Ausbruch eines oder mehrerer Supervulkane, kurz: etwas das potentiell in der Lage währe, unter anderem die gesamte Menschheit vom Planeten zu wischen, dann wäre die Wahrscheinlichkeit des Überlebens der Menschheit am größten, wenn man als erstes afrikanische Buschleute rettete, die dieser o.g. Urpopulation noch am ähnlichsten sind, nachgewiesenermaßen die größte Genvariabilität haben und daher bei weitem anpassungs- und damit überlebensfähiger wären, als etwa Europäer.

Wie es da etwas so meines Erachtens nach lächerliches geben kann, wie Rassismus, Religionskriege oder überhaupt sich voneinander abgrenzende institutionalisierte Religionen, Missionierung oder etwa die alberne Vorstellung, der Mensch sei die Krone der Schöpfung, ist da doch irgendwie schon ziemlich erstaunlich.

Für mich ist das eine weitere Bestätigung, dass kaum mehr Not tut, als Aufklärung. Denn wäre den Menschen bewusst,  dass sie gewissermaßen eigentlich eine zu groß geratene Familie darstellen, dann würden sie so einen von mir jedenfalls so empfundenen Schwachsinn vielleicht nicht mehr veranstalten.

Kategorie(n): Allgemein, Naturwissenschaft

Christlicher Fundamentalismus

Von überall her hört man Stimmen, die einem Furcht vor islamischem Fundamentalismus vermitteln wollen. Diese Furcht mag ja nicht völlig unbegründet sein, aber zur Zeit stirbt man zumindest in dem, was wir „westliche Welt“ nennen, wesentlich wahrscheinlicher bei einem Verkehrsunfall, als bei einem islamistischen Terroranschlag.

Wie dem auch sei: Wieso wird so wenig über christlichen Fundamentalismus gesprochen? Evangelikale Christen, insbesondere in den U.S.A., aber auch zunehmend in Europa, mögen subtiler vorgehen. Ungefährlich sind sie deswegen nicht. Meiner Meinung nach sogar im Gegenteil . . .

Eine arte-Dokumentation, die ich bei Youtube gefunden habe,  berichtet vom Ziel evangelikaler Bewegungen, möglichst viel auch politischen Einfluss zu gewinnen:

YouTube Preview Image

*edit*: Gerade sehe ich mir das untenstehende Youtube-Video an. Ich habe es noch nicht bis zu Ende gesehen und werde das heute wohl auch nicht bis zum Ende schaffen. Aber es scheint mir, als ginge diese Dokumentation, auch von arte, noch ausführlicher auf den christlichen Fundamentalismus ein. Wenn ich das Video zu Ende gesehen habe, folgt ein sicher ein weiteres „*edit*“:

YouTube Preview Image

Kategorie(n): Glauben und Religion, Politik

Amtsgericht Monschau – Ich bin einigermaßen sprachlos

Ich bin zwar in der Eifel groß geworden, aber das finde ich wirklich oberpeinlich:

http://www.taz.de/Pflicht-zum-Religionsunterricht/!97875/

Kategorie(n): Gesellschaft, Glauben und Religion

Sigmund Freud über Religion

Ich habe ein interessantes Zitat von Sigmund Freud gefunden, der sich offensichtlich aus Sicht der Psychoanalyse mit Religiosität befasst hat:

Die Psychoanalyse hat uns den intimen Zusammenhang zwischen dem Vaterkomplex und der Gottesgläubigkeit kennen gelehrt, hat uns gezeigt, dass der persönliche Gott psychologisch nichts anderes ist als ein erhöhter Vater, und führt uns täglich vor Augen, wie jugendliche Personen den religiösen Glauben verlieren, sobald die Autorität des Vaters bei ihnen zusammenbricht.

Im Elternkomplex erkennen wir so die Wurzel des religiösen Bedürfnisses; der allmächtige, gerechte Gott und die gütige Natur erscheinen uns als großartige Sublimierungen von Vater und Mutter, vielmehr als Erneuerungen und Wiederherstellungen der frühkindlichen Vorstellungen von beiden. Die Religiosität führt sich biologisch auf die lang anhaltende Hilflosigkeit und Hilfsbedürftigkeit des kleinen Menschenkindes zurück, welches, wenn es später seine wirkliche Verlassenheit und Schwäche gegen die großen Mächte des Lebens erkannt hat, seine Lage ähnlich wie in der Kindheit empfindet und deren Trostlosigkeit durch die regressive Erneuerung der infantilen Schutzmächte zu verleugnen sucht. Der Schutz gegen neurotische Erkrankung, den die Religion ihren Gläubigen gewährt, erklärt sich leicht daraus, dass sie ihnen den Elternkomplex abnimmt, an dem das Schuldbewusstsein des einzelnen wie der ganzen Menschheit hängt, und ihn für sie erledigt, während der Ungläubige mit dieser Aufgabe allein fertig werden muss.

Sigmund Freud

Kategorie(n): Glauben und Religion, Zitate

Der Bundestag zur Beschneidung

Das Protokoll der gestrigen Sitzung, in der auch das Thema Beschneidung minderjähriger Jungen Tagesordnungspunkt war, ist jetzt veröffentlicht. Man findet es hier.
Der Bundestag veröffentlicht zu seinen Sitzungen auch Videoprotokolle, auch einzeln für jeden Tagesordnungspunkt. Das Video zum Tagesordnungspunkt „Regelung der Beschneidung minderjähriger Jungen“ finde sich hier.

Kategorie(n): Allgemein

Gotye – Making of „Making Mirrors“

Zur Auflockerung kommt hier mal was ganz anderes. Ich habe bei vimeo ein sehr schönes Video gefunden, das zeigt, wie kreativ es sein kann, Musik zu machen. Es ist nützlich, etwas englisch zu können, ein Muss ist es aber nicht:

Kategorie(n): Musik

Der Bundestag zur Beschneidung

Gerade eben habe ich Phönix eingeschaltet, wo gerade die Bundestagsdebatte zum Thema Beschneidung läuft. Leider habe ich nur den letzten Rest gesehen.

Wenn ich das aber richtig verstanden habe, dann sollte ab morgen hier auf der Internetseite des deutschen Bundestages das Protokoll der Sitzung einsehbar sein. Ich glaube, das tue ich mir mal an.

Kategorie(n): Gesellschaft, Glauben und Religion, Politik

Beschneidungen von Jungen

Die 1. kleine Strafkammer des Landgerichtes Köln hat in seinem Urteil vom 07.05.2012 die Beschneidung minderjähriger Jungen (männl. Beschneidung = Zirkumzision), hier war es ein vierjähriges Kind, als Körperverletzung gewertet, weil keine medizinische Indikation vorlag. Vielmehr war die Beschneidung laut dem Urteil auf Wunsch der Eltern geschehen, die dem islamischen Glauben angehörten und religiöse Gründe dafür anführten.

Da erstens die Beschneidung (bis auf die fehlende medizinische Indikation) fachgerecht durchgeführt worden sei und zweitens der Beschneider subjektiv aus gutem Gewissen gehandelt habe (er selbst ist Muslim) und sich nach der Rechtslage nicht erkundigen konnte, weil die Rechtsprechung in Sachen Zirkumzision noch keine eindeutige Stellung bezogen hatte, wurde der Beschneider freigesprochen.

Soweit, so gut.

Dieses Urteil hat dann allerdings einen sehr großen Aufruhr verursacht. Denn sowohl für den Islam, als auch für das Judentum ist grundsätzlich die Zirkumzision Teil der rituellen Religionsausübung.

Hinzu kommt, dass das Urteil auch noch ausgerechnet in Deutschland gefällt worden ist. Aufgrund der Geschichte unseres Landes ist es besonders leicht, sachliche Diskussionen im Keim zu ersticken.

Ja, in der Vergangenheit, insbesondere zur Zeit des Nationalsozialismus, aber auch vorher schon über viele Jahrhunderte wurde dem Judentum großes Unrecht angetan und grauenhafte Verbrechen wurden an ihm ausgeübt. Ausgerechnet das Christentum tat sich da besonders hervor. Und oft war die Beschneidung auch noch Teil der angeblichen Rechtfertigung solcher Gräuel.

Aber die Begründung des Urteils hat mit solchen Schandtaten überhaupt nichts zu tun, ebenso wenig wie so ziemlich alle sich kritisch zur rituellen Zirkumzision darstellenden sonstigen Erklärungen, die ich gelesen habe. Und es ist auch nicht so, dass dieses Thema nur hierzulande diskutiert wird. Sogar innerhalb des Islams und des Judentums scheint es ja kritische Stimmen zu geben.

Mein Standpunkt ist folgender:  Die körperliche Unversehrtheit einer Person darf ohne wirkliche medizinische Indikation nicht beeinträchtigt werden, sofern sie nicht einwilligt oder nicht einwilligen kann, auch (bzw. erst recht) nicht, wenn die Beeinträchtigung der rituellen Religionsausübung Dritter dient, auch wenn diese Dritten sorgeberechtigt, also zum Beispiel die Eltern sind.

Gegen eine Beschneidung aus freien Stücken habe ich hingegen nichts. Welches Alter dafür mindestens erreicht sein muss, darüber kann man streiten. Säuglinge und Kleinkinder sind allerdings mit Sicherheit nicht in einem Alter, in dem sie über solche Fragen entscheiden können.

Aber wie gesagt: Eine wirkliche Diskussion findet nicht statt. Da wird verharmlost (schon gelesen: hanebüchener Vergleich der Zirkumzision mit Haare- bzw. Nägelschneiden), übertrieben (ein neuer Holocaust wird beschworen) usw.. Auch wird gerne als Argument hergenommen, dass zum Beispiel die kirchliche Taufe ja auch im frühkindlichen Alter vorgenommen wird. Mal davon abgesehen, dass ich auch das nicht befürworte: es handelt sich dabei nicht um einen irreversiblen Eingriff in de körperliche Unversehrtheit.

Es wird immer gerne auf die Jahrtausende alte Tradition hingewiesen. Daraus kann ich aber auch keine ausreichende Begründung herleiten. Damit könnte man nämlich auch begründen, warum zum Beispiel die Sklaverei vielleicht doch eine gar nicht so schlechte Idee sein könnte.

Und zu allem Überfluss will die Bundesregierung einen ernsthaften und sachlichen Diskurs gar nicht eingehen, denn der bräuchte Zeit, sondern will in einem Tempo, das man ihr gar nicht zugetraut hätte, vollendete Tatsachen schaffen.

Ich habe für dieses Vorgehen überhaupt kein Verständnis.

Kategorie(n): Gesellschaft, Glauben und Religion

Glaube ist leider nicht immer Privatsache

Wenn Diskussionen über Glauben oder Nichtglauben stattfinden, wenn die Frage gestellt wird, ob es da irgendeine transzendente Entität, Gott genannt, nun gibt oder nicht, dann höre ich auch schon mal den Einwand, dass es sich beim Glauben doch um persönliches Empfinden handele. Und über Empfindungen könne ja nunmal schlecht diskutiert werden.

Da kann ich eigentlich nur zustimmen. Und würden Menschen, die sich als gläubig bezeichnen, in solch einer Diskussion sagen, dass ihr Glaube nunmal ihr eigenes persönliches Empfinden darstellt, also keinen absoluten Wahrheitsanspruch beinhaltet, mithin also eine ganz private Angelegenheit ist, dann könnte die Diskussion hier zu Ende sein.

Das ist er aber oft genug nicht. Denn immer wieder trifft man auf Menschen, die ihr persönliches Empfinden zur absoluten Wahrheit erklären. Und ist ihr Empfinden dann auch noch von einer institutionalisierten Religion von Kind an geprägt worden, dann ist da erst einmal Bestätigung in großem Rahmen für diese Anmaßung. Und so genz nebenbei ist diese Religion um ein Werkzeug im Kampf um Macht und Einfluss reicher.

Es gibt so viele Religionen auf der Welt, welche ist nun die richtige? Ist Religion wirklich eine geeignete Grundlage, um Menschen zu einen? Wo ist da der gemeinsame Nenner? Hat nicht die Geschichte immer und immer wieder gezeigt, dass Religion eben nicht Friedensstifter sein kann, und das wegen der ihr inhärenten Eigenschaft, sich gegenüber anderen Religionen abzugrenzen, sich im Besitz einer angeblich ultimativen Wahrheit wähnend?

Glaube als Privatsache anzusehen ist eben leider nicht Allgemeingut. Und deswegen werde ich auch nicht aufhören, gegen Glauben der institutionalisierten Art anzudiskutieren.

Kategorie(n): Glauben und Religion

Geschichtsstunde

Um sich über manche Zusammenhänge klar zu werden, lohnt sich auch mal ein Ausflug ins politische Kabaret:

YouTube Preview Image

Kategorie(n): Politik

Metal

Folgendes Zitat aus einem Forum erklärt den Unterschied zwischen Heavy Metal und Death/Black Metal recht anschaulich, wie ich finde:

„heavy metal is aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaahaaaaa aaaaaaaaa while death/black metal is wholololololooooobarkbark brooooowl
ok?“

Smilie: :-)

Kategorie(n): Zitate

Josephspfennig

Ich habe eben mal so aus Langeweile diese Sache mit dem Josephspfennig ausgerechnet. Es wird bei diesem Gedankenexperiment angenommen, Joseph habe bei der Geburt Jesu einen Pfennig zinseszinsbringend angelegt.

Die Formel zur Zinseszinsberechnung sieht so aus:

Kn = K0 * (1 + (p / 100))^n

Kn ist dabei das Startkapital, K0 das Anfangskapital, p der Zinsfuß (p/100 wäre dann der Zinssatz) und n die Anzahl der Jahre.

Angenommen, vor 2000 Jahren sei 1 Eurocent zu einem Zinsatz von 5 % pro Jahr angelegt worden, dann wäre wäre das Kapital bis heute auf einen Betrag von etwa

240.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000,- €

angewachsen. Für ein Kilo Gold bezahlt man im Moment etwa 41200,- €. Für das oben genannte Geld könnte man also etwa

5.825.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 kg

Gold kaufen, so es denn soviel Gold auf der Erde gäbe, denn soviel Gold entspräche dem Gewicht von etwa

975.000.000 Erden bzw. knapp 3000 Sonnen.

Nun reicht dieses Gedankenexperiment alleine noch nicht aus, um zu zeigen, warum das Finanzsystem, so wie wir es kennen, auf Dauer nicht funktionieren kann, aber es gibt zumindest einen Hinweis. Smilie: ;-)

PS: Es sollte niemand sein Leben davon abhängig machen, dass meine Rechnungen richtig sind, sondern lieber mal selber nachrechnen und mich ggf. korrigieren.

Kategorie(n): Gesellschaft