Paradies

Ob die Welt nicht sicherer und friedlicher wäre, wenn sich verbreitet, wovon ich überzeugt bin, nämlich dass es so etwas wie das Paradies mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gar nicht gibt? Das man nach dem eigenen Ableben einfach tot ist und sonst nichts, zumindest was das eigene Erleben angeht?

Jedem wäre klar, dass die Konsequenzen – und damit auch der Lohn – des eigenen Handelns nur zu Lebzeiten eine Rolle spielen können. Für den „Ruhm“, die „Ehre“, den „Glauben“ o.ä. zu sterben, würde auf einmal gar keinen Sinn mehr machen, weil man dann ganz nüchtern einfach tot wäre und vorher gewusst hätte, dass er von all dem gar nichts mehr mitbekommen kann.

Naja, ist nur so ein Gedankenspiel – irgendwie illusorisch, wenn ich mich so umsehe . . .

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Gaza – Mein Senf dazu

Es ist  oft schwierig für mich, mich zu einem bestimmten Thema abschließend zu äußern. Immer wenn ich mir über eines Gedanken mache, fallen mir neue Aspekte ein, die wieder ein anderes Licht auf es werfen. Wenn ich damit immer weiter mache, komme ich nie auf einen grünen Zweig. Doch muss ich das überhaupt? Ist das überhaupt immer sinnvoll?

Der Gaza-Konflikt ist ein gutes Beispiel: Es scheint angesichts der Bilder in den Nachrichten offensichtlich zu sein, dass die israelische Administration unverhältnismäßig handelt. So gibt es in diesem Konflikt unter der palästinensischen Bevölkerung bei weitem mehr Tote, als unter der Israels.

Und spätestens hier macht der Normalbürger Schluss mit der Betrachtung. Es ist ein sehr einfaches Bild und zudem geeignet, schon vergessen geglaubte Ressentiments hervorzuholen und zu pflegen. Schon hallen vereinzelt wieder antisemitische Sprüche durchs Land. Standhaft wird entrüstet behauptet, Kritik an Israel sei ja nicht erlaubt, obwohl man nur ein bisschen in der Presse umher lesen muss, um festzustellen, dass das eine bloße Lüge, mindestens jedoch eine Schutzbehauptung ist, um sich als einsamer Kämpfer in der Wüste gerieren zu können, dessen Schlachtfeld in Wahrheit der Stammtisch ist, sei er nun echt oder virtuell.

Betrachtet man sich das Ganze etwas näher, dann wird es auf einmal komplizierter. Die palästinensische Hamas feuert Raketen in großer Zahl auf Israel ab und ruft Zivilpersonen auf, sich als menschliche Schutzschilde vor die Abschussrampen zu stellen, oder palästinensische Zivilpersonen werden unfreiwillig Schutzschild, weil die Abschussrampen sich nicht ohne Absicht in Wohngebieten befinden.

Ja, Israel hat eine leistungsfähige Luftabwehr, so dass nicht viele dieser Raketen durchkommen. Aber das perfide Ziel der Hamas ist nicht die direkte Wirkung dieser Raketen, sondern das Gewinnen des Krieges der Bilder, Opfer  unter den eigenen Landsleuten bewusst in Kauf nehmend, wohl kalkulierend, wie Israel auf die ständige Bedrohung seiner Zivilbevölkerung reagieren wird. Gerne schiebt die Hamas religiöse Motive vor, redet dem islamischen Dschihad das Wort, sähe Israel am liebsten von der Landkarte getilgt, einen expandierenden Gottesstaat an seine Stelle tretend. Ich finde, dass das auch nicht gerade die ideale Verhandlungsbasis ist . . .

Auf beiden Seiten gibt es Täter und Opfer, Fanatiker und Vernunftbegabte, wobei es letztere zur Zeit offenbar ungeheuer schwer zu haben scheinen. Ich finde es jedenfalls äußerst schwierig, das alles zu beurteilen, je mehr ich über dieses Thema erfahre und je weiter ich in die Geschichte dieses ja schon seit einer halben Ewigkeit währenden Konfliktes zurückblicke. Diese Ratlosigkeit ist mir aber allemal lieber, als aufgeblasener, sensationsheischender Populismus und die Versuchung, alles und jeden über einen Kamm zu scheren.

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Ich habe mich verzettelt

Ich glaube, ich habe verzettelt. Das kann man gut am Beispiel des Syrien-Konfliktes sehen.

Um das Ende des Augustes 2013 herum hatten die USA ja angesichts der ruchbar gewordenen Chemiewaffeneinsätze in Syrien ein Bedrohungsszenario aufgebaut, das in mir ziemlich widersrüchliche Gefühle ausgelöst hat.

Einerseits hege ich eine Abneigung gegen eine Art hegemonialer Weltpolizei, andererseits wäre es uns Deutschen ohne ein Eingreifen von Aussen im zweiten Weltkrieg wohl dreckig ergangen.

Und so verlor ich mich im Schreiben über diese Dinge in teilweise sehr technischen Details, die eine Menge an Recherche und Verlinkungen erforderten. Als Privatperson mit nur begrenztem zeitlichem Budget überfordert mich das, es hat mich zuletzt am Schreiben geradezu gehindert. Zudem glaube ich nicht, dass diese Detailliertheit dem Verständnis wirklich weiterhilft.

Damit mich niemand falsch versteht: Auf dieser Seite wird es auch weiterhin keine unfundierten Artikel geben. Ich werde nur mehr als zuletzt versuchen, die Zusammenhänge herauszuarbeiten, wie ich sie sehe, mehr als Details jedenfalls, die vermutlich eh kaum jemanden interessieren oder die dem Verständnis dessen, was ich eigentlich sagen will, nicht förderlich sind.

Nebenher werde ich mit Sicherheit noch das ein oder andere Review, welcher Art auch immer, einfließen lassen.

In diesem Sinne: Ein frohes neues Jahr

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Aufmarsch in Syrien (03.09.2013)

Die Lage in Syrien ist unübersichtlich. Sie ist zudem nicht isoliert zu betrachten, sondern immer in Verbindung mit den umliegenden Staaten und auch mit den Interessen, die Großmächte wie die USA, Russland und auch die EU dort haben.

In Syrien selbst hat ein schlimmes Kriegsverbrechen stattgefunden, bei dem Giftgas ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung eingesetzt wurde. Es wird vermutet und viele Indizien scheinen auch dafür zu sprechen, dass der Angriff von Regierungsseite aus geschehen ist, doch wirklich zweifelsfrei bewiesen ist es nicht. Die Frage ist nur: Kann man es überhaupt zweifelsfrei beweisen?

Und wie soll die Staatengemeinschaft darauf reagieren? Unzweifelhaft hat es in der Vergangenheit viel zu wenig Reaktionen auf den syrischen Bürgerkrieg gegeben. Viel früher schon hätte es Unterstützung für die Opposition gegen Assad geben müssen, zu einem Zeitpunkt also, als sie noch nicht von dschihadistischen Gotteskrieger-Schwachköpfen unterwandert war. Große Teile der syrischen Opposition hätten sich zu Anfang des Konfliktes schon eine Flugverbotszone gewünscht, was ohne Frage auch ein militärischer Eingriff gewesen wäre aber die Zivilbevölkerung vor Bombenangriffen hätte schützen können.

Das alles ist aber nicht passiert. Was aber würde ausgelöst werden, würden die Amerikaner die Drohung eines bis zu drei Tage währenden Angriffes wahr machen? Würde es die Lage dort weiter destabilisieren, würde gewissermaßen ein Pulverfass explodieren, als das der nahe Osten gerne schon mal bezeichnet wird? Oder würde es vielmehr explodieren, würde dergleichen nicht durchgeführt werden? Im Moment lautet die Frage nur: Welches ist in seinen Auswirkungen von geringerem Übel? Und ich weiß für mich da im Moment keine Antwort.

Mal ein Vergleich, der in vielerlei Hinsicht hinken mag, der aber dennoch nachdenklich stimmt: Ich kann jeden verstehen, der den Einsatz von Waffen grundsätzlich verurteilt. Hätten die Alliierten damals im zweiten Weltkrieg also besser davon absehen sollen?

Ende des Kommentares.

Ein weiterer amerikanischer Zerstörer, die USS Stout, ist vor einigen Tagen im östlichen Mittelmehr angekommen. Die Meldungen hierüber sind ein bisschen widersprüchlich. Je nach dem, wo man nachliest sollte die USS Stout die vier sich dort schon befindenden Schiffe verstärken oder auch eines von ihnen ablösen. Anscheinend befinden sich allerdings alle fünf Zerstörer noch dort.

Dafür, dass nicht ursprünglich Syrien die Ursache für die Verlegung der USS Stout ist, spricht, dass sie sich drei Tage vor dem Giftgasangriff in Syrien von Norfolk/Virginia aus auf den Weg gemacht haben soll. Das heißt allerdings nicht, dass der Einsatzplan dieses Schiffes nicht den neuen Erfordernissen angepasst werden könnte.

Außerdem ist jetzt noch die USS San Antonio dazu gestoßen. Das ist eher ein militärisches Truppen- und Gerättransportschiff, das über so gut wie keine Offensivwaffen verfügt und zudem, wenn man sich den entsprechenden Artikel auf Wikipedia durchliest, wohl ein ziemliches Pleiten-Pech-und-Pannen-Gefährt.

Es befinden sich aber anscheinend einige hundert Marines an Bord. Das passt nicht zu der angekündigten Art des Angriffes, macht aber auch nicht viel Sinn, wenn es um die Einsatz von Bodentruppen ginge, weil es dafür viel zu wenige Soldaten wären. Und so heißt es von offizieller Seite denn auch, dass der Aufenthalt dieses Schiffes lange geplant gewesen sei und mit der aktuellen Syrien-Krise nichts zu tun habe.

Derweil hat das britische Unterhaus einen Kriegseinsatz in Syrien abgelehnt, so dass als einziger europäischer Partner für einen Militärschlag gegen Syrien Frankreich verbleibt. Wie im letzten Artikel über Syrien erwähnt befindet sich im Mittelmehr der französische Flugzeugträger „Charles De Gaulle“, der aber noch im Hafen von Toulon vor Anker liegt. Ausserdem hat Frankreich die Fregatte „Chevalier Paul“ in Richtung Syrien entsandt, ein Schiff, das aufgrund seiner Bewaffnung wohl am ehesten zur Luftverteidigung des Verbandes eingesetzt werden würde.

Entgegen der bisherigen Gepflogenheiten US-amerikanischer Präsidenten hat Barack Obama die Entscheidung über den geplanten Angriff auf Syrien in die Hände des Kongresses gelegt und nachdem ich erst gedacht hatte, der würde ihn eventuell wie das britische Unterhaus ablehnen, sieht es im Moment eher nach einer Zustimmung aus.

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Aufmarsch in Syrien (28.08.2013)

Es wird gewaltig mit den Säbeln gerasselt: Syrien droht offenbar eine Art Vergeltungsschlag, eine Bestrafungsaktion durch westliche Streitkräfte, vor allem denen der USA, der Briten und vielleicht auch denen der Franzosen. Anlass ist der Einsatz von Giftgas gegen die syrische Zivilbevölkerung. Zumindest eine formal ausreichende Legitimierung erführe der Angiff allerdings nur, wenn zweifelsfrei feststünde, dass der Giftgasangriff tatsächlich von Seiten des Assad-Regimes ausgeführt wurde.

Ein Beweis dieser Art, der auch die Öffentlichkeit überzeugen könnte, steht noch aus. Nach dem Debakel um die Rechtfertigung des letzten Irak-Krieges, in dem sich die US-amerikanische Administration womöglich auf Jahre hinaus als unglaubwürdig diskreditiert hat, wird das wohl auch eine Weile so bleiben . . .

Unabhängig von irgendwelchen ethischen oder moralischen Bewertungen sieht die Situation wohl gerade so aus:

Vier amerikanische Zerstörer der Arleigh-Burke-Klasse, die USS Mahan, die USS Barry, die USS Ramage und die USS Gravely, haben sich ins östliche Mittelmehr begeben. Diese Schiffe mögen im Vergleich zu alten Schlachtschiffen zierlich wirken, doch sie vereinen eine ungeheure Feuerkraft in sich.

Jedes von ihnen hat 90 Abschussrohre (VLS = Vertical Launching System), eines sogar 96 davon. Aus diesen Rohren kann so einiges verschossen werden. Hier werden es wahrscheinlich Marschflugkörper vom Typ BGM-109 „Tomahawk“ sein, Trägersysteme in diesem Fall von konventionellen Sprengköpfen, die bei einer Reichweite von bis zu 2500 Kilometern ihre Ladung tieffliegend in ihr Ziel bringen können und dabei eine Genauigkeit von 10 bis 15 Metern erreichen. Mit dieser Reichweite kann wohl jedes Ziel in Syrien erreicht werden.

Möglicherweise kommen noch ein paar U-Boote hinzu, die gleichfalls als Plattformen für die Tomahawk dienen können, aber sich wohl näher an die syrische Küste heranpirschen könnten, als die Zerstörer. Über die erfährt man aber in den Medien immer nur wenig. In Frage kommen Atom-U-Boote der Ohio- (kann 154 Tomahawks mit sich führen) und der Los-Angeles-Klasse (Kann aus seinen 4 Torpedorohren Tomahawks abfeuern und führt mitunter noch 12 VLS-Rohre mit sich).

Die Briten führen im Mittelmeer wohl gerade ein Manöver durch. Beteiligt sind das Landungsschiff HMS Bulwark (drei Hubschrauber und ein paar kleine Geschütze), der etwas ältliche Hubschrauberträger HMS Illustrious (bis zu 10 Hubschrauber und ein paar kleine Geschütze), die Fregatte HMS Westminster (Allerhand Bewaffnung gegen Luft-, See- und Unterwasserziele, Landziele scheinen nicht so im Fokus zu sein) und die Fregatte HMS Montrose (Wie bei der HMS Westminster). Auch das ein oder andere britische Atom-U-Boot könnte dort unterwegs sein. Insgesamt scheint das im Vergleich nicht sonderlich schlagkräftig.

In einiger Entfernung, nämlich im roten Meer, befindet sich die Flugzeugträgerkampfgruppe um den Flugzeugträger USS Harry S. Truman, die auch noch unterstützend tätig sein könnte.

Frankreich hat den Flugzeugträger Charles de Gaulle in der Gegend. Rund um Syrien haben Frankreich, Großbritannien und die USA Luftwaffenbasen zur Verfügung. Auch amerikanische Langstreckenbomber vom Typ Boeing B-52 könnten in der Luft betankt eingesetzt werden.

Die Deutschen stellen bekanntermaßen Luftabwehrstellungen entlang der türkisch-syrischen Grenze, bestückt mit Abwehrsystemen vom Typ MIM-104 Patriot. Auch ein möglicherweise für die Aufklärung nützliches Schiff der Oker-Klasse befindet sich in der Nähe. Welche Rolle all diese Einheiten spielen sollen, ist offen.

Nach den Meldungen, die man zur Zeit liest, soll das Ganze auf eine Art Bestrafungsaktion hinauslaufen, die zwei bis drei Tage andauert. Es sollen verschiedene militärische Ziele anvisiert werden, nicht jedoch mutmaßliche Chemiewaffendepots, wohl um zu vermeiden, dass tödliche Chemikalien freigesetzt werden.

Das erscheint plausibel, ist die potentiell beteiligte Flotte trotz ihrer insbesondere auf amerikanischer Seite hohen Feuerkraft doch vergleichsweise klein. Wenngleich die syrische Marine keine ernstzunehmende Gefahr darzustellen scheint, soll die syrische Luftabwehr doch recht stark sein, so dass man wohl auch mit dem Einsatz von Flugzeugen zunächst eher zurückhaltend sein wird, sofern es sich wirklich „nur“ um eine zwei- bis dreitägige Aktion handeln soll.

Wie das alles aber ausgehen soll, weiß kein Mensch . . .

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Ägypten ist grau

Was soll man nur davon halten? Es ist ja zunächst einmal so: Ein Land, Ägypten, dem Demokratie zunächst fremd war, schafft sich die Gelegenheit, das erste Mal einen Präsidenten demokratisch zu wählen. Es wählt Mohammed Mursi, ein Mitglied der s.g. „Freiheits- und Gerechtigkeitspartei„, die starke Verbindungen zu den Muslimbrüdern, einer islamistischen Gruppierung, hat.

Doch nach etwa einem Jahr ist das Volk  unzufrieden mit ihm und protestiert in Massen, es mag Mursi nicht  mehr leiden und möchte ihn abgesetzt sehen. Das Militär leistet dem Folge, arretiert ihn und eine Übergangsregierung wird installiert. Doch die Anhänger des nun Ex-Präsidenten protestieren nun ihrerseits und das Ganze artet in Gewaltexzesse aus. In den Medien erfährt man meistens vom brutalen Vorgehen der ägyptischen Sicherheitskräfte gegen die Anhänger Mursis.

Welcher Seite soll man nun Zustimmung zollen? Den Muslimbrüdern und ihren Anhängern, die mit ansehen mussten, wie ein demokratisch gewählter Präsident vom Militär in putschartiger Manier vom Amt enthoben wurde? Oder denen, denen die Art und Weise der Regierung nicht säkular genug war, denen zuwider war, wie dogmatische Glaubenssätze des Islam Grundlage des politischen Handelns wurden, die am eigenen Leib spüren mussten, was es bedeutet, wenn die Vernunft religiösem Fanatismus Platz machen muss?

Und: Kennen wir das nicht eigentlich auch, wenngleich vielleicht auch nur aus Geschichtsbüchern? Wie viele Kämpfe, wie viele Opfer hat es gebraucht, bis wir so weit waren, wie wir jetzt sind (wie weit auch immer das sein mag)? Wie viel Zeit hat es gebraucht? Waren es nicht Jahrhunderte? Welches Tempo aber verlangen wir jetzt den diversen nordafrikanischen Nationen ab, wo der s.g. arabische Frühling doch quasi eben erst begonnen hat?

Wir sind zurecht erschrocken über die Gewalt, die zur Zeit in Ägypten herrscht, und wir fragen uns wie immer in solchen Situationen: Hätte es nicht andere Wege gegeben? Doch diese Gewalt verstellt in meinen Augen den Blick auf das Wesentliche: Es versucht sich in Ägypten gerade eine Gesellschaft von einer Art von Politik zu befreien, die auf religiösen Dogmen basiert und welche aus diesem Grund schlicht nichts taugen kann.

Ägypten ist eine Enttäuschung für alle, die es gerne in schwarz und weiß unterscheidbar hätten. Und in der Tat bleiben zur Zeit viele Fragen offen, wie etwa die, welche Rolle eigentlich das ägyptische Militär da eigentlich spielt.

Aber im Laufe der Geschichte ist es schon oft so gewesen, dass eine entsprechende Färbung erst im Nachhinein gegeben werden konnte, nicht wahr?

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Der DAT – Dümmster Anzunehmender Terrorist

Der gemeine Terrorist ist dumm. Er hat keine Ahnung, wie sich Mails etwa durch Nutzung von PGP (Pretty Good Privacy) verschlüsseln lassen oder welchen Nutzen er aus einem Programm wie TrueCrypt ziehen soll. Er weiß auch nichts darüber, wie man seine Spuren beim Surfen im Internet verwischen kann, in dem man zum Beispiel einen Dienst wie Tor verwendet.

Darum müssen jetzt amerikanische Anbieter von E-Mail-Diensten, die dem Nutzer etwas Arbeit beim Schutz ihrer Privatsphäre abnehmen, fürchten, ihre Geschäftsgrundlage entzogen zu bekommen, wie das z.B.  jüngst mit dem Anbieter Lavabit passiert ist. Meine Hochachtung gehört dem Besitzer von Lavabit, Ladar Levison, der den Dienst lieber schließt, als den Begehrlichkeiten der NSA-Paranoiker (Internetpräsenz dieses Vereins) nachzugeben.

Sehr vielsagend ist ein Zitat von ihm (Quelle: Spiegel Online): „Solange es keine klaren Aktionen des Kongresses oder der Justiz gibt, kann ich nur jedem dringend davon abraten, private Daten einem Unternehmen anzuvertrauen, das direkte physische Verbindungen zu den Vereinigten Staaten hat.“. Dazu gehören selbstverständlich auch amerikanische Cloud-Dienste, Social Networks wie Facebook oder z.B. Skype.

Vielleicht sollte man das Ganze auch mal in Bezug auf das verwendete Betriebssystem bedenken. Denn vieles spricht dafür, dass es etwa in Windows das ein oder andere Hintertürchen gibt (Siehe hierhier und hier) , das IT’lern, die für hoch sensible Daten verantwortlich sind, den kalten Schweiß auf der Stirn stehen lassen dürfte.

An dieser Stelle sei noch der Hinweis erlaubt, dass auch der britische Geheimdienst fleißig mithorcht. Dabei handelt es sich um einen EU-Partner, doch irgendwie spielt das in Moment nicht die Rolle, die diesem skandalösem Detail gebührt.

Ich glaube, es ist an der Zeit, mir eine Linux-Surfmaschine einzurichten, denn das Ganze erweist sich mehr und mehr als wirklich sehr sehr krank . . .

 

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Webfund und kurzer Kommentar dazu: Drohnen

Was man mit Drohnen alles anstellen kann und in welchem Licht es in diesem Zusammenhang erscheint, den derzeitigen US-Präsidenten mit dem Nobelpreis ausgezeichnet zu wissen, kann man schön in einer Flash-Animation sehen, die hier zu finden ist.

Nur mal so: Terrorismus ist wirklich schlimm und ich lehne ihn vollkommen ab. Es wird eine Handlung aber nicht weniger terroristisch, nur weil die verwendete Technik fortgeschrittener ist und man als Täter fernab im warmen Büro sitzt statt in der Hoffnung auf irgendwelche jenseitigen 70 Jungfrauen sich selbst gleich mit zu zerlegen, nicht wahr?

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Antiamerikanismus?

„Der Kanzler hat gesagt, wir sollen nicht in einen oberflächlichen Antiamerikanismus abgleiten . . .  aber meiner ist gar nicht oberflächlich“

Das ist ein Zitat von Volker Pispers. Was meine Einstellung zu den USA angeht, wäre es mir zu ihrer Beschreibung zu überspitzt, wobei man natürlich nicht vergessen darf, dass Überspitzung zum Handwerkszeug eines Kabarettisten gehört. Antiamerikanist zu sein würde ja bedeuten, alle Amerikaner über einen Kamm zu scheren. Dass aber alle etwa 315 Millionen Amerikaner gleich ticken ist nun wirklich äußerst unwahrscheinlich, genauso wie es unwahrscheinlich ist, dass ca. 80 Millionen Deutsche oder ca. 45 Millionen Iraner jeweils  alle gleich ticken.

Es ist selbstverständlich legitim, Kritik an den Machenschaften von Staaten zu üben. Und die Machenschaften der USA und deren Verbündeten, zu denen auch die Bundesrepublik Deutschland zählt, sind gemessen an den moralischen Ansprüchen, die sie erheben, nun mal in besonders krassem Widerspruch. Und wenn ich in der Ausübung meiner Kritik Namen von Staaten nenne, dann ist davon auszugehen, dass ich die Tätigkeiten der Regierungen der betreffenden Länder meine. Denn die sind es, die ich wahrnehme, während ich etwa den Durchschittsamerikaner, der vielleicht ganz andere Sorgen hat, gar nicht kenne, ebenso wie den Durchschnittsiraner. Allenfalls vom Durchschnittsdeutschen, sollte es ihn denn wirklich geben, habe ich eine gewisse Ahnung . . . Smilie: :-)

Das mal zur Einleitung.

Mich besorgt zur Zeit sehr, dass die durch Edward Snowden enthüllten Menschenrechtsverletzungen durch die Geheimdienste der USA und deren Verbündeten so wenig Resonanz zu zeigen scheinen. Insbesondere in den USA selbst hätte ich da mehr erwartet. Nicht dass es dort gegen solche Machenschaften wie die der NSA keine Widerstände gäbe, aber angesichts des dort weit verbreiteten Misstrauens gegenüber einer zu starken Einflussnahme der Regierung auf innenpolitische Belange kommen sie mir arg dürr vor. Und was anderes als eine unbotmäßige Einflussnahme ist eine derartige Zunahme von Auspionierungen der eigenen Bürger?

Das Gleiche hierzulande: Hier konkurrieren zwei Aussagen um die Gunst der Erklärung für das eigene Nichtstun. Die erste ist, man könne als Einzelner ja eh nichts bewirken. Ja klar, das stimmt wohl. Und so ist das Land voll von Leuten, die daheim in ihrem stillen Kämmerlein sitzen und sich selbst als machtlos empfinden. Natürlich sind sie als Einzelne machtlos, aber mit dieser Aussage basteln sie sich ihre eigene sich selbst erfüllende Prophezeiung. Meine Güte: Früher ist man angesichts solcher Verbrechen auf die Straße gegangen. man sah deutlich wahrnehmbare Massenproteste. Das mag heute vielleicht nicht mehr so en vogue sein, aber selbst als Couch-Potato ist man heutzutage  doch wohl in der Lage, seine Meinung zu äußern oder auf andere Weise seinen Unmut kund zu tun.

Wie wäre es zum Beispiel mal mit Verschlüsselung von E-Mails? Das ist heutzutage nun wirklich kein Hexenwerk mehr und kosten muss es auch nichts. Es erfordert nur ein klein bisschen Lernwillen. Nicht dass die NSA oder der BND unter Aufbietung aller verfügbaren Rechenleistung nicht in der Lage wäre, so eine verschlüsselte Mail zu knacken, aber es würde sehr sehr lange dauern. Und wenn es dann noch Millionen von Mails wären . . .

Oder auch nicht schlecht: Man könnte in E-Mails oder Social-Network-Einträgen den tatsächlich harmlosem Inhalt mit Worten aus Trigger-Word-Blacklists  umschreiben, Worten also, mit denen diverse Geheimdienst-Suchalgorithmen gefüttert werden, um angeblich verdächtiges Material zu finden. Nicht auszudenken, wenn solche Texte im Internet milliardenfach aufträten . . . Smilie: :-)

Die zweite Aussage ist die, dass ja wohl jene, die nichts Unrechtes tun, nichts zu befürchten hätten.

Das ist die wohl dümmste Begründung. Nur mal so ein Gedankenspiel: kaum jemand zur Zeit der Weimarer Republik hätte sich wohl träumen lassen, was auf sie folgte: Ein gnadenloses Terrorregime, das sogenannte dritte Reich. Wenn man die Ahnungslosigkeit von damals bedenkt: wer garantiert denn, dass wir im Moment nicht ebenso ahnungslos sind und uns in zwanzig bis dreißig Jahren ein ähnliches diktatorisches Regime erwartet? Man stelle sich vor, die Nazis von damals hätten die Mittel von heute gehabt. Wie groß wäre wohl die Wahrscheinlichkeit gewesen, vor den Schergen dieser Vollpfosten zu entkommen?

Zu dieser wirklich sehr dummen Begründung gibt es ein sehr anschauliches Video:

YouTube Preview Image

Btw.: Wieso bekommen die Briten in den Medien eigentlich so wenig ab? Deren Geheimdienste sind doch offenbar geradezu Pioniere dieser Idiotie. In der Hoffnung, mich nicht des Anti-Britentums verdächtig zu machen, folgt hierzu vielleicht noch irgendwann ein weiterer Artikel. Smilie: ;-)

 

 

 

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Meine 50ct zum NSA-Abhörskandal

Nun ist ja schon eine Menge über die Überwachungsaffäre, offengelegt von Edward Snowden, zu hören, zu lesen und zu sehen gewesen. Es ist der größte Abhörskandal überhaupt, der je bekannt geworden ist. Meine Meinung dazu? Das alles ist hundserbärmlich.

Die amerikanische Administration einschließlich der untergeordneten Behörden stellt sich mir derart paranoid dar, dass ich mich wundern muss, dass nicht alle für diese massenweisen Verbrechen Verantwortlichen in nassen Hosen herumlaufen.

Ja, es mag Gründe geben, in Zeiten möglicherweise erhöhter Bedrohung durch ideologisch veridiotisierte terroristische Vereinigungen vorsichtig zu sein. Auch geheimdienstliche Tätigkeit ist wohl nicht grundsätzlich zu geißeln. Aber das rechtfertigt bei weitem nicht dieses Vorgehen, das alle Dimensionen sprengt: Das Aufsammeln und Bevorraten so vieler Informationen über so viele Menschen, wie nur irgend möglich, einerlei, welcher Gesinnung sie sind oder nicht sind.

Mit diesen oben genannten nassen Hosen wären sie allerdings nicht alleine: Willfährig geben sich die Verbündeten der USA einschließlich der Regierung unseres Landes, in dem sie sich ebenso paranoid-wissbegierig zeigen wie die USA und/oder einen großen Bogen um die „heiße Kartoffel“ Edward Snowden machen, wo doch ein Kronzeuge dieser unsäglichen Vorgänge hochwillkommen sein müsste. Jüngst wurde eine deutsche Delegation nach Washington geschickt unter Leitung eines Innenministers allerdings, der sich bisher eher damit hervorgetan hat, diesen Skandal zu verharmlosen.

Von Ethik und Moral weiß man in diesen Sphären wie mir scheint wohl nur insofern mehr als eine Kellerassel, als das man das gut als politisches Argument missbrauchen kann, missbrauchen deshalb, weil man dann schön den Zeigefinger der rechten Hand erheben kann, während der Zeigefinger der linken Hand . . . naja . . . wohl ganz woanders ist.

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Die Notwendigkeit der Abstraktion

Alles ist Physik. Es sind zwar noch nicht alle Phänomene verstanden, die es innerhalb dieser Disziplin zu beobachten gibt, aber dennoch bin ich überzeugt davon, dass es so ist.

Wer aber nun glaubt, dass etwa eine mögliche Entdeckung der s.g. „Weltformel“ dazu führen wird, dass alle Vorgänge erklärbar oder zukünftige Ereignisse sogar vorherberechenbar sein werden, der unterschätzt die schiere Komplexität des Zusammenspiels der beteiligten Komponenten.

Von Pierre-Simon Laplace stammt das Zitat:

Wir müssen also den gegenwärtigen Zustand des Universums als Folge eines früheren Zustandes ansehen und als Ursache des Zustandes, der danach kommt. Eine Intelligenz, die in einem gegebenen Augenblick alle Kräfte kennt, mit denen die Welt begabt ist, und die gegenwärtige Lage der Gebilde, die sie zusammensetzen, und die überdies umfassend genug wäre, diese Kenntnisse der Analyse zu unterwerfen, würde in der gleichen Formel die Bewegungen der größten Himmelskörper und die des leichtesten Atoms einbegreifen. Nichts wäre für sie ungewiss, Zukunft und Vergangenheit lägen klar vor ihren Augen.

Dass der Mensch dereinst mit den Fähigkeiten der in dem Zitat genannten Intelligenz, die auch unter dem Begriff „Laplacescher Dämon“ bekannt ist,  ausgestattet sein wird, ist schlicht nicht vorstellbar (auch für Laplace nicht). Schon die bis jetzt jedenfalls noch nicht widerlegte Unüberschreitbarkeit der Lichtgeschwindigkeit steht der Absicht entgegen, einen „Schnappschuss“ anzufertigen, wie er im Zitat beschrieben wird.

Es wird also auch weiterhin Abstraktionsebenen oberhalb der Physik geben müssen, zum Beispiel Chemie, Biologie, Verhaltensforschung, Psychologie, etc., um wenigstens einigermaßen den Überblick zu behalten.

Sollte es allerdings mal gelingen, die oben genannte „Weltformel“ zu finden, dann würden Ausflüge in so etwas wie Esoterik vielleicht schneller als solche entlarvt werden können. Smilie: ;-)

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Telekom und die Abschaffung der DSL-Flatrate

Mittlerweile ist es ja länger schon bekannt: Zunächst zumindest für Neukunden wird ab dem 2. Mai die DSL-Flatrate abgeschafft. Statt dessen werden die diversen DSL-Tarife volumenbeschränkt. Wird das Volumen überschritten, wird die Geschwindigkeit auf 384 kbit/s gedrosselt. Die Grenzen werden voraussichtlich wie folgt aussehen:

  • Internetanschluss mit einer Bandbreite von bis zu 16 Mbit/s (ADSL2+): 75 GByte Transfervolumen
  • Internetanschluss mit einer Bandbreite von bis zu 50 Mbit/s (VDSL): 200 GByte Transfervolumen
  • Internetanschluss mit einer Bandbreite von bis zu 100 Mbit/s (Glasfaseranschluss oder VDSL-Vectoring): 300 GByte Transfervolumen
  • Internetanschluss mit einer Bandbreite von bis zu 200 Mbit/s (Glasfaseranschluss): 400 GByte Transfervolumen

(Quelle: www.heise.de)

Kleines Rechenbeispiel: Bei einer ADSL-Leitung mit einem Downstream von 16000 MBit/s sind Downloadraten von ca 1,5 MByte/s zu erwarten. (Der Einfachheit halber gehe ich mal von Dezimalpräfixen aus. Wären Binärpräfixe gemeint gewesen, müssten Schreibweisen wie Kibyte statt KByte bzw. MiByte statt MByte etc. verwendet worden sein) .

Eine 75 GByte große Datei wäre demnach bei einer 16000er Leitung in 50000 Sekunden heruntergeladen. 50000 Sekunden sind knapp 13,8 Stunden. Ich selber habe einen Anschluss, der 2000 kBit/s bietet. An guten Tagen sollten 250 kByte/s möglich sein. Die oben genannte 75 GByte große Datei wäre in 300000 Sekunden heruntergeladen, also in gut 83 Stunden bzw. in knapp 3,5 Tagen. Das ist immer noch ein ziemlich kleiner Bruchteil dessen, was ein Monat so an Tagen bietet.

75 GByte erscheinen viel. Doch ist es wirklich so? Mit die größten Bandbreitenfresser sind Videos. Damit sind nicht nur die üblichen Youtube- oder Vimeo-Videos gemeint, sondern auch alles, was von Online-Streaming-Diensten wie den Mediatheken der diversen TV-Sender oder von Plattformen wie Maxdome, Lovefilm, Watchever u.ä. kommt. Weitere „Verbraucher“ sind Patches, Updates und nicht zuletzt Online-Spieleplattformen wie Steam, Origin, UPlay u.ä.. Gerade was Spiele angeht, kann ein Update schon das ein oder andere GByte enthalten.

Und nun denke man sich das gar nicht so seltene Szenario, dass nicht nur ein einziges Gerät an einem DSL-Anschluss hängt: Eine Familie wird höchstwahrscheinlich mehr als einen PC oder Notebook am Netz haben. Smartphones und Tablet-PC’s, ebenfalls über WLAN an der DSL-Leitung nuckelnd, sind mittlerweile auch keine Seltenheit mehr. Auch netzwerkfähige Fernseher, Blue-Ray-Player und Streaming-Boxen fordern ihr Scherflein an Bandbreite. Und leise dudelt das Internetradio stundenlang vor sich hin . . . usw. . . . usw.

Auch die nötige Bandbreite pro Anwendung wird wohl steigen. Um beim Spiele-Beispiel zu bleiben:

  • Das Spiel „Unreal Tournament“ erschien hierzulande im Jahr 2000. Ich habe es tatsächlich noch auf meiner Festplatte (läuft auch unter Windows 7 Smilie: :-) ) und es belegt dort 800 MByte.
  • Im Jahr 2005 erschien „Battlefield 2“. Bei mir belegt es 1,35 GByte.
  • 2011 kam „Battlefield 3“ auf den Markt. Es verschlingt 17 GByte an Speicherplatz.
  • Ein Jahr später erschien „Max Payne 3“, das bei mir gut 28 GByte Platz belegt.
  • Mein Steam-Ordner ist mittlerweile 111 GByte groß . . .

Wie schon erwähnt werden viele Spiele heutzutage über Spieleplattformen vertrieben bzw. betreut. Der User legt dort während der Installation einen Account an bzw. er loggt sich über einen bereits vorhandenen Account ein. Nachteil ist, dass das Spiel dann an den User gebunden ist, das Spiel also so ohne weiteres nicht verkaufbar ist. Vorteil ist, dass das Spiel auch ohne CD bzw. DVD installiert werden kann, eben über das Netz. Auch ein Kauf eines kompletten Spiels über solch eine Plattform ist möglich, das komplette Spiel wird dann über das Internet heruntergeladen.  Und wie oben angedeutet steigt das Datenvolumen immer weiter.

Und weitere „Innovationen“ sorgen dafür, dass das Datenaufkommen im Netz steigen wird. So sind gerade die ersten 4K-Fernseher auf den Markt gekommen, die mal eben die doppelte Auflösung von Full-HD-Fernsehern haben. Über Sinn oder Unsinn solch einer hohen Auflösung kann man streiten, aber das Datenvolumen wird dadurch vervierfacht und neue Kompressionsalgorithmen werden da nicht sonderlich stark gegensteuern können. Das derart hoch aufgelöste Videos auch irgendwann im Netz auftauchen, ist m.E.n. nur eine Frage der Zeit.

Auch Internettelefonie, womöglich auch noch mit Bildübertragung, wird an Bedeutung weiter gewinnen. Und Musik wird auch immer öfter im Netz eingekauft, von Usern mit „High-End“-Ohren auch oft genug in nicht-verlustbehafteten Kompressionsformaten wie FLAC, die mehr Bandbreite verbrauchen, als etwa MP3.

Das stellt die Netzbetreiber natürlich vor Probleme. Denen können sie auf zweierlei Hinsicht begegnen: Entweder sie bauen die Netze weiter aus, oder sie schaffen die Internetflatrate ab, in dem sie  sie mit Volumenbeschränkungen versehen. Dass die Telekom sich für letzteres entschieden hat, ist ein Armutszeugnis, denn auf den ersten Blick (!) kann sie dem erhöhten Datenaufkommen nichts mehr entgegensetzen (so nebenbei: Ich muss mich schon freuen über das kürzliche Anheben der DSL-Geschwindigkeit von 384 kBit/s auf 2000 kBit/s . . . ).

„Auf den ersten Blick“ soll heißen: Offenbar reicht die Bandbreite aber doch, um die eigenen Entertainment-Angebote zu pushen, denn sie sind als von der Volumenbeschränkung ausgeschlossen angekündigt. Man glaubt in den Telekom-Chefetagen allen Ernstes, dass der Netzneutralität genüge getan werden kann, indem man den eigenen Videostreaming-Angeboten einen Wettbewerbsvorteil mitgibt, den reine Streamingdienste (also Youtube, Vimeo, Maxdome, Lovefilm, Whatchever, die diversen TV-Sender-Mediatheken, usw.) ohne Provider-Funktionalität naturgemäß nicht bieten können. Die Privatisierung der ehemaligen Deutschen Bundespost war offensichtlich völlig erfolglos, wenn es darum gegangen sein sollte, ein latentes Monopoldenken aus den Köpfen der dort Verantwortlichen zu vertreiben.

Man sollte nicht vergessen: Auch Videos bzw. Filme sind meinungsmachend.

Von den Drogen, die es braucht, um sich die Welt so schön zu reden, dass angesichts des oben Beschriebenen noch von „Netzneutralität“ gesprochen werden kann, hätte ich auch gerne welche . . . Smilie: ;-)

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Kleine Batterie, große Wirkung

Mal zur Abwechselung was Technisches: Wenn der Computer Mucken beim Hochfahren macht und beispielsweise die Fehlermeldung „CMOS checksum error“ noch vor dem Booten des Betriebssystems ausgibt, sollte man sein Augenmerk mal auf die Mainboard-Batterie richten. Das ist eine kleine Lithiumbatterie („Knopfzelle“, Bei mir mit der Codenummer CR2032), die den veränderlichen Speicher des BIOS puffert, auch wenn der PC stromlos ist. Wenn die Batterie leer ist, „vergisst“ der PC jedesmal alle BIOS-Einstellungen einschließlich Datum und Uhrzeit, wenn man ihn ausschaltet.

Mainboard-Batterie

Mainboard-Batterie

Das war bei mir zum Beispiel zunächst der Fall. Die Fehlermeldung bot an, entweder in das Einstellungsmenü des BIOS zu springen oder mit den werksmäßigen Voreinstellungen das Betriebssystem trotzdem zu booten. Letzteres gelang manchmal, oft bekam ich aber auch nur einen Bluescreen zu sehen, auf welchen ein Neustart folgte.

Ich habe dann aus dem mutmaßlich neuesten Board in meiner Grabbelkiste eine Batterie ausgebaut, um sie als Ersatz zu verwenden. Die war aber offenbar vollständig geleert. Mit ihr liefen beim Einschalten des PC zwar die Lüfter an, doch weder gab es Anzeichen dafür, dass das BIOS abgearbeitet wurde, noch war eine sonst zu hörende Piepton-Kaskade zu hören.

Flugs eine neue Batterie aus dem Baumarkt eingesetzt (ca. 4,- €) und die BIOS-Einstellung angepasst startete der PC sofort und ohne Mucken.

Nach dieser Erfahrung habe ich bei Startproblemen die Mainboard-Batterie in die Liste dessen, was zuerst inspiziert werden sollte, aufgenommen.

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Neuer Papst

Ich versuche gerade, mir vorzustellen, ein älterer Herr stünde vor mir und verkündete:

Wenn man Jesus Christus nicht bekennt, da kommt mir das Wort von Léon Bloy in den Sinn: „Wer nicht zum Herrn betet, betet zum Teufel.“ Wenn man Jesus Christus nicht bekennt, bekennt man die Weltlichkeit des Teufels, die Weltlichkeit des Bösen.

Quelle: de.radiovaticana.va

Dieser ältere Herr ist das neue Oberhaupt der katholischen Kirche und ich versuche mir unter diesen Vorzeichen, wenn nicht schon zumindest eine ein bisschen erfolgreichere Verschiebung von Religion ins Private, mir doch wenigstens einen gedeilichen interreligiösen Dialog vorzustellen . . . vergeblich.

Angesichts der Gleichstellung homosexueller Menschen bezüglich Ehe und Adoption 2010 in Argentinien hat dieser ältere Herr noch als Kardinal Bergoglio sich folgendermaßen geäußert:

Lasst uns nicht naiv sein, wir reden nicht von einem einfachen politischen Schlagabtausch; es ist eine destruktive Anmaßung gegen den Plan Gottes. Wir reden nicht über ein bloßes Gesetz, sondern eher über eine Intrige vom Vater der Lügen, welche die Kinder Gottes zu verwirren oder zu täuschen versucht.

Quelle: de.wikipedia.org

Dass dieser ältere Herr zuweilen ein gütig erscheinendes Lächeln zur Schau trägt und sich mit dem Nimbus eines Franz von Assisi schmückt (er nennt sich deshalb Franziskus), beruhigt mich da nicht sonderlich, eher ist das Gegenteil der Fall. Denn er könnte auf diese Weise mit solch grundlegenden wie auch abstrusen Aussagen wie den oben zitierten womöglich überzeugender wirken, als gut ist. Es ist dies schließlich eine Welt, in der die Form allzu oft über den Inhalt geht.

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Verantwortung aus Mangel an Voraussicht

In der Sahara herrscht Krieg. Niemand weiß, wie er sich entwickeln wird. Es ist ein Gebiet unvorstellbarer Größe, ein Gebiet, bei dem zu denken, Gesetze oder wie auch immer geartete humanistische Werte hätten es in alle seine Winkel geschafft, einfach illusorisch ist.

Gleichzeitig leben wir in einer Welt, die immer schon komplex war, nur dass es uns durch die wachsende Medienvielfalt nur noch mehr bewusst gemacht wird. Viele Menschen suchen daher ihr Heil in der Einfachheit verbrämender Ideologien, zu denen ich auch Religionen insbesondere in ihren extremen Auprägungen zähle.

Aus verschiedenen Gründen trägt die s.g. „westliche Welt“ ein Gutteil Mitschuld auch an den Verhältnissen, die zur Zeit rund um den Staat Mali herrschen. Jede der in ihr versammelten Nationen handelte bezüglich der Länder, in denen jetzt beispielsweise der islamische Fundamentalismus auf dem Vormarsch ist, nach ihren kurzfristigen Interessen, das aber ohne die langfristigen Auswirkungen zu bedenken.

Vielleicht ist das die Krux verhältnismäßig kurzer Legislaturperioden in allen demokratischen Ländern: Viel zu viele in Verantwortung stehende Menschen versuchen sich über sie hinweg zu retten, ohne wirklich an die fernere Zukunft zu denken. Auch wenn Helmut Schmidt gesagt haben soll, dass zum Arzt soll wer Visionen hat: Visionäre scheinen mir allzu rar gesäht.

Wie dem auch sei: Die westliche Welt hat sich den Mist eingebrockt, und das leider nicht nur sich selbst. Und es erscheint mir verwerflich, wenn sich einzelne Nationen dann aus ihrer Verantwortung heraus stehlen, indem sie zur Unterstützung beispielsweise lediglich zwei Transall C-160 schicken, die zu nichts anderem in der Lage zu sein scheinen, als die afrikanischen Truppen der Ecowas zu einem Flughafen in Mali zu bringen, der sich weitab des eigentlichen Kampfgeschehens befindet.

Nicht das man mich falsch versteht: Ich halte mich für einen Pazifisten. Doch wenn man sich durch einen Haufen verpasster Chancen in einen anderen Haufen, diesmal voller Mist, manövriert, wird man sich auf Dauer nicht so billig hinwegstehlen können . . .

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Adminüberprüfung testweise abgeschaltet

Testweise habe ich die Adminüberprüfung von Kommentaren abgeschaltet, so dass nur noch das Captcha und die E-Mail-Adresse eingegeben werden muss, wenn man einen Kommentar hinterlassen will.

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Eines unserer Nachbarländer ist im Krieg

Meine Güte, wie schnell sowas geht: Schon ist eins unserer Nachbarländer, das wichtigste zudem, in einen Krieg verwickelt. Frankreich engagiert sich in Mali, einem westafrikanischen Staat, militärisch gegen islamistische Kräfte, die gerne das Ruder im Staat übernehmen würden.

Und ich merke: Ich bin über zahlreiche Dinge nicht informiert. In Mali fand kürzlich ein Militärputsch statt. Welcher Art ist die derzeitige Regierung? In welchem Zustand ist das Land? Mali war bis 1960 französische Kolonie. Welche Interessen verfolgt Frankreich jetzt? Was genau bedeutet der Begriff „Neokolonialismus“ und welche Rolle spielt er im derzeitigen Konflikt? Was ist mit den Nachbarländern? Soweit ich weiß, ist diese den Staat Mali bedrohende islamistische Bewegung nicht mit den Grenzen Malis umrissen.

Ich will nicht generell gegen diesen militärischen Einsatz wettern. Prinzipiell verabscheue ich islamischen Fundamentalismus genauso, wie christlichen, jüdischen, hinduistischen oder anderweitig religiös oder auch ideologisch motivierten Fundamentalismus auch. Ich verabscheue auch das Durchsetzen eines politischen Willens mit militärischen Mitteln, es sei denn, der politische Wille ist mir genehm und eine Alternative für mich nicht erkennbar. Das klingt für einen Pazifisten, als den ich mich eigentlich bezeichne, irgendwie komisch, aber ein Laissez faire halte ich auch in anderen Zusammenhängen nicht immer für hilfreich.

Aber ehe nicht die oben genannten Fragen beantwortet sind, wage ich noch kein Urteil. Ebenso wenig wage ich ein Urteil darüber, inwiefern eine Beteiligung unseres Landes gerechtfertigt wäre. Aber ich werde mich weiter damit befassen.

Btw.: Diese oder ähnliche Fragen sollte sich jeder stellen, der solch ein Geschehen so nah wie möglich an einem gewissen Maß an Objektivität beurteilen möchte. Völlige Objektivität ist wohl nicht möglich, weil wir für gewöhnlich auf Informationen anderer angewiesen sind. Und auch persönlich hinzureisen würde uns da wohl  nicht sonderlich  weiter helfen . . .

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Artikel auf hpd.de: Relativierung von Menschenrechten

Nachdem nun die Legalisierung der Zirkumzision auf den Weg gebracht worden ist, wähnt mancher die Diskussion darüber vielleicht für beendet. Welche Schlussfolgerungen aus dem unsägliche Vorgehen der Bundesregierung zu ziehen sind, lassen das aber sehr unwahrscheinlich erscheinen. Dazu gibt es einen sehr interessanten und unbedingt lesenswerten Artikel auf hpd.de.

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Mal wieder Beschneidung

Ich habe bei Facebook am 7.11.2012 mal einen Kommentar hinterlassen, den ich hier mal zitiere:

Ich verstehe nicht, wie ein so einfacher Grundsatz wie der der körperlichen Unversehrtheit wegen Bedenken, die einige religiös motivierte Menschen haben, einfach über Bord geworfen werden kann. Ich frage mich: Was kommt als nächstes?

So vieles wird angeführt, um den o.g. Grundsatz zu kippen:

  • Andere Tatbestände werden mit einer Zirkumzision verglichen (Piercings und co.), so als ob die Zirkumsion dadurch richtiger erscheinen würde.
  • Finstere Bilder aus der Geschichte werden heraufbeschworen, als ob jeder, der sich gegen diese Handlung ausspricht, rassistische oder antisemitische Motive hätte.
  • Es wird verharmlost, dass sich die Balken biegen, einfachste medizinische Zusammenhänge werden ignoriert.
  • Selbst Stimmen innerhalb der betroffenen Religionen, die sich kritisch zu solchen Praxen äußern, werden überhört.

Es geht mir auch überhaupt nicht um die Abschaffung einer meinetwegen auch religiös motivierten Zirkumzision, sondern um deren Abschaffung bezüglich Menschen, die sich dazu nicht freiwillig entschließen können. Klar kommen dann diejenigen daher, die meinen, ich hätte da wohl irgendwelche Schriften nicht richtig gelesen. Aber die, die diese Schriften verfasst haben, kannten möglicherweise auch das Grundgesetz noch nicht, wer weiß . . .

Ich habe in letzter Zeit mehr über Leute erfahren, die den Verlust ihrer Vorhaut beklagen, als über solche, die ihren Erhalt bedauern. Und das waren nur die Menschen, die den Verlust überhaupt beurteilen konnten, da sie den Zustand mit und dann ohne Vorhaut vergleichen konnten.

Schreiende Säuglinge kann man halt nicht so gut befragen . . .

Mit Vernunft hat das meines Erachtens nach jedenfalls nicht mehr viel zu tun. Und das finde ich irgendwie schade.

Seine Gültigkeit hat dieser Kommentar angesichts des meines Erachtens nach unmenschlichen Gesetzentwurfes, der heute im Bundestag durchgewunken wurde, jedenfalls in keinster Weise verloren.

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Baustellen

Ich habe hier so lange nichts geschrieben. Und gerade hatte ich die Idee, mal auszugartig aufzuschreiben, was mir alles nicht gefällt, wenn ich Nachrichten o.ä. sehe. Also dann mal los:

  • Der nahe Osten: Der Konflikt zwischen Israel und Palistinensern zieht sich schon so lange hin. Selbst die ersten Nachrichtensendungen, an die ich mich erinnern kann, handelten davon. Und derzeit kocht er wieder hoch. Beide Seiten oder zumindest Teile davon verhalten sich, so wie sich das für mich darstellt, nicht selten so, als sei gesunder Menschverstand etwas außerirdisches. Derweil gerät der Bürgerkrieg in Syrien medial ins Abseits . . .
  • Die sich weltweit öffnende Schere zwischen Arm und Reich:  Man hört immer darüber, aber kaum jemand scheint sich ernsthaft zu vergegenwärtigen, welche Folgen das haben kann, wenn dieser Trend sich fortsetzt. Wenn er das tut, wird es auch hierzulande nicht mehr so friedlich sein, wie es sich zur Zeit für uns anfühlen mag, davon bin ich überzeugt.
  • Religion Teil 1: Als ob wir im Mittelalter wären spielen in Konflikten der letzten Zeit mal wieder zunehmend religiöse Motive eine Rolle. Dabei steht keine Religion der anderen nach. Wer allen Ernstes glaubt, die einzige ernst zu nehmende Gefahr gehe vom Islam aus, der schaue sich mal die geradezu krankhaften Umtriebe einiger christlicher Fundamentalisten an. Sicher wird man dazu etwas finden, wenn man bei Google zum Beispiel „Jesus-Camp“ eingibt. Grenzdebile Vollpfosten gibt es leider nur allzu oft, auch auf Seiten derer, die meinen, Extremismus verallgemeinern zu wollen . . .
  • Religion Teil 2: Das ist mal ein nationales Problem. Damit meine ich die m.E.n. völlig unberechtigte Bevorzugung kirchlich betriebener gemeinnütziger Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser und Altenhilfeeinrichtungen. Die jeweilig beteiligten religiösen Vereine tragen finanziell so gut wie gar nichts bei und bestimmen die Regeln dennoch auf eine Weise, die ansonsten überall geltende Gesetze außer Kraft treten läßt. Und so ganz nebenbei dient diese Strategie noch dem Erhalt einer Herde nicht selten nur scheinbar gläubiger Menschen, die in Wahrheit wegen beruflicher Abhängigkeit bei den diversen sich Religion nennenden Vereinen bleiben, ohne wirklich zu wissen, wofür diese Vereine überhaupt stehen. Das zuzulassen finde ich in höchstem Maße einfach abstoßend.
  • Beschneidung: Ich finde es geradezu skandalös, wie mit diesem Thema in unserer Regierung umgegangen wird. Kein Argument, das den Regeln der Vernunft gehorcht, spricht für eine Beschneidung, für die es keine medizinische Indikation bzw.  keine Zustimmung des Deliquenten gibt oder geben kann, weil dieser nicht entscheidungsfähig ist. Statt dessen knickt man vor der Nazi-Keule ein, die bei dieser Diskussion völlig fehl am Platze ist. Fehl am Platze ist sie deswegen, weil ein acht Tage altes Säugling noch nicht wirklich übermäßig viel Gelegenheit hatte, sich über die tatsächlich ganz und gar unrühmliche Zeit des dritten Reiches umfassend zu informieren, nicht wahr? Fehl am Platze ist diese Keule auch, weil der Begriff Antisemetismus durch seine inflationäre Verwendung relativiert wird. Jedesmal, wenn sie gegen sachlich wohlbegründete Argumente gezückt wird, anstatt dass ebenso sachlich wohlbegründete Gegenargumente angeführt werden, wird die Abartigkeit des Antisemetismusses relativiert. Und sie wird nicht nur angesichts der Beschneidungsdebatte fleißig geschwungen, denn man bekommt sie auch um die Ohren gepfeffert, wenn man genug Tollkühnheit besitzt, einmal Kritik am Vorgehen Israels zu üben, wie sachlich begründet diese Kritik auch immer sein mag.
  • Die, wie ich finde, maßlose Verlogenheit sogenannter Entwicklungshilfe, deren eigentliches Ziel, so wie ich das sehe, die Förderung von Abhängigkeiten und die Sicherung von wirtschaftlichen Vorteilen ist.

Das alles ist ein wenig zusammengewürfelt und stellt nur eine kleine Auswahl dessen dar, was mich zur Zeit ankotzt. Sollte mir noch etwas einfallen, werde ich es an dieser Stelle noch nennen. Aber auch das schon Genannte wird weiter kommentiert werden, wenn ich nicht gerade wieder Schreibhemmungen habe . . .

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